Jollensegler mit den Finns an der SM

22 Okt

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Harald Leissner (GER477) und Bollo (GER19),

fuhren an den Genfer See nach Morges um die Schweizer Meisterschaft zu gewinnen.

Der sehr freundliche und gut organisierte Club direkt in der Stadt nahm 43 Finnsegler und Begleitungen auf, wie auf der SM üblich war das who-is-who der Schweizer Finn-Szene mit dem aktuellen Olympia-Kandidaten Nils Theunik ( hat dann auch gewonnen), dem Sydney 2000 Teilnehmer Peter Theurer, sowie Christoph Christen, der man bei den Masters getrost zur Weltspitze zählen darf. Jürgen Eiermann der Karlsruher segelt auf demselben Niveau.

  1. Tag Donnerstag 13:30 Start : Leichtwind bis gar kein Wind.
    Harald startet jeden der beiden Läufe souverän und kommt immer unter den ersten 10 an die Luvtonne, Hat aber Vorwind etwas Probleme, die er dann auf der 2. Kreuz nicht mehr kompensieren kann, mit den Plätzen 20 und 34 fährt er eher schlechter als gewohnt.
    Bollo ( also der Autor also ich :-)) hatte mit einem 4. Platz im ersten Lauf gleich mal die dünne Luft vorne gespürt, im 2. Lauf war er beim Start in einen Tumult verwickelt, über die Startlinie geschoben und durfte dann nochmals 100 Meter hinter dem Feld starten – gar nicht mal so zu seinem Nachteil, bei dem sehr leichten und verteilten Winden vor Morges sah er nämlich, dass sich am Leegate ein
    “ Grande Casino“  aufbaute, er fuhr nochmals ca 100 meter mehr zur anderen – benachteiligten Tonne und kam ca. 100 meter vor dem Hauptfeld auf die 2. Kreuz, und konnte somit noch einen 10. ins Ziel retten. Groß war die Enttäuschung an Land, beim allabendlichen Freibier und Schnack, suchte er sich vergeblich unter den von Ihm ( also mir – also Bollo :-))  geschätzen ersten 4 Rängen – beim ersten Lauf war er zu früh aktiv und hatte mir 43 Pkte einen OCS im Ranking.  Der Streicher war also schon weg, und das bei den Bedingungen( …. die Laune des Autors stieg ins unermessliche und das Glas (0,125)  Wein kostete 6 Stutz – 😦 )
  2. Tag Freitag :
    9:00 Uhr Start !!!!! Das bedeutet im dunklen Aufstehen und im Dämmerlicht das Boot aufbauen – aber dafür den Sonnenaufgang auf dem See genießen. aber immerhin war ein wenig mehr Ostwind. Und wir wurden nach elend langen Kursumlegungen auf die Bahn geschickt.
    Harry kam wieder mal gut vom Start weg ( bei den drehenden Winden ist es wohl doch besser nicht dort zu starten wo alle sind, sondern besser frei zu starten und dafür 50 Meter weiter zu fahren) und landete noch im ersten drittel an der Luvtonne mit Bollo ( also mir, also dem Autor) zusammen. Vorwind war etwas mehr Druck drin und ich ( also Bollo, also der Autor) konnten uns ( ja wenn man soviele Persönlichkeiten hat kann man schon mal durcheinanderkommen) unter die ersten 14 am Leegate mischen und mit endlich mal freiem Wind ( wenn man ein Frühstart-Syndrom hat, hat man den auf der Startkreuz ja eher selten) und konnte noch als 7. ins Ziel flutschen. Harry hielt sich auf dem 17. Rang. Ähnlich im 4. Lauf : Bollo ( also .. ach lass mers) 14. Harry 21.
    Der letzte Lauf am 2. Tag dann schon mal die Vorentscheidung für mich ( also Bollo)  Der Wind schlief ein, drehte aber  kurz vorher noch mal nach Links – durch den wiederum miesen Start war ich auf die rechte Seite gespült worden und konnte jetzt nahezu die Tonne anlegen – das würde ein klarer Sieg werden ! wenn ja wenn der Wind nicht 200 meter vor der Tonne rechts weg war und nur noch links unter Land stand 35. Zähler auf der Liste mehr, Streicher weg – aus der Traum vom Medal Race.
    Harry kam besser zurecht beständig segelte er einen 17. Platz ein.
  3. Tag Samstag :
    Ums kurz zu machen wieder 9:00 Uh, diesmal  kalt und diesig
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    , etwas mehr Wind in den ersten beiden Rennen sogar Oskar oben. Harry steigert sich und endet im 3. Lauf des Tages sogar mit einem 12. Rang.  Bollo in den ersten beiden wieder mit 11 und 15 dabei – beim 3. Lauf dann nochmals einen 25. ( übrigens vor Christoph Christen mit dem ich gemeinsam Rechts raus gefahren bin. ) Der jede Hoffnung auf eine Platzierung unter den ersten 10 vernichtet.  Also steht Harry am Samstag Abend auf dem 17. Rang und Bollo auf dem 19. Rang.

  4. Tag Sonntag – Final Rennen Flotte :
    Harry muss nach Hause, er kann und muss also Sonntag seinen Streicher im Finalrennen nehmen und Bollo ( also ich ) – noch nicht mal im ersten Drittel – muss eigentlich das letzte Rennen Gewinnen um noch nach vorne zu rutschen.
    Die Lage ist gut, es ist etwas mehr Wind angesagt, aus dem dann während der Wettfahrt noch gute 25 Knoten ( in heftigen Böen ) wurden. Endlich!.
    Als ich ins Ziel fahre macht der 2. grade seine Halse um die Leetonne !250 meter hinter mir. Und siehe da, weg ist er der Segelfrust der letzten Tage – weg ist der Gedanke doch mal wieder mehr Rad zu fahren als immer nur auf der falschen Seite der Kreuz hängen zubleiben,  weg der Gedanke das sowas doch nicht nur mit Pech sondern mit Können zusammenhängt und man deshalb vielleicht mal an seiner Intelligenz anstatt der Bauchmuskulatur arbeiten sollte.
    Peng — erster ! und eins ist klar:

….. es muss und wird noch mehr Regatta gesegelt werden !

Euer Bollo

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  1. Schweizer Meisterschaft Morges, 17.-21.10.2018 – Tag 4 – Finnklasse Schweiz - 22. Oktober 2018

    […] Schlussrangliste Fotos von Bertrand Favre (CNM) Fotos von Jiri Huracek Bericht von Boll (Andreas Bollongino) […]

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